
Ergebnisse der Zuchtviehauktion am 25. Februar 2026
Großangebot mit 100 %iger Verkaufsquote
Sinkende Milchpreise, die drohende Ausweitung der Blauzungenkrankheit verbunden mit kurzfristigen Absagen einiger ausländischer Großkunden, insbesondere aus Italien, schienen keine guten Vorzeichen für eine erfolgreich zu verlaufende Zuchtviehauktion im Februar zu sein. Am Ende des Auktionstages konnten aber sowohl Verkäufer als auch Käufer auf einen gelungenen Markt zurückblicken. Das Großangebot mit über 200 gemeldeten Tieren wurde am Ende mit einer 100 Prozent-Verkaufsquote honoriert.
Fleckvieh, Braunvieh und Jersey
Von zwölf gemeldeten Fleckviehtieren wurden sechs Tiere aufgetrieben. Diese erzielten im Durchschnitt 2.310 Euro bei Geboten zwischen 2.100 und 2.600 Euro. Teuerstes Tier wurde eine mittelrahmige Mercury-Tochter von Alexander-Sven Prokasky aus Mengerskirchen. Neben diesem Tier wussten auch zwei Kalbinnen von der Handke GbR aus Leisenwald mit sehr guten Eutern zu überzeugen. Beim Braunvieh erzielte eine Tochter des Spitzenvererbers Volker für die Schmidt GbR aus Neuwiedermus 2.650 Euro im Zuschlag, gefolgt von einer euterstarken Jucator-Tochter aus der Zucht von Michael Knaust in Gudensberg. Mit der Kombination Moonstar PP x Sol PP standen väterlicherseits zwei bekannte Jerseybullen im Pedigree der Jerseyfärse, die mit 26 kg Milch Einsatzleistung und hohen Inhaltsstoffen von Hartmut Rautenkranz, Schemmern, angeboten wurde.
Deutsche Holsteins
Sechs Bullen wurden am Auktionsmorgen der Körkommission vorgestellt, von denen vier Tiere in die Prämienklasse I und zwei in die Prämienklasse II+ gekört wurden. Beim Körsieger der Prämienklasse I stimmte diesmal einfach Alles. Ein im Exterieur und Fundament herausragender Kalenji-Sohn, der aus einer hochleistenden und mit 87 Punkten bewerteten Sidekick-Tochter stammt, konnte von der Caspar GbR, Heimertshausen, für 2,500 Euro verkauft werden. Er geht zum Deckeinsatz in einen Nachbarort von Alsfeld und verbleibt somit im Vogelsberg. Mit dem rotbunten und homozygot hornlos getesteten Handout-Sohn Hugo PP von Bernd Michel aus Haubern, der in der Verkaufsreihe als zweiter in den Ring kam, kamen die Gebote sehr flott und der Auktionshammer fiel hier erst bei 3.750 Euro zugunsten eines Milchviehbetriebes im Landkreis Gießen. Ebenso hell gezeichnet wie die zwei erstplatzierten Bullen war auch der jüngste Bulle der Auktion, ein Kant-Sohn, der für 2.700 Euro im Zuschlag den Ring verließ und ebenfalls aus dem Zuchtbetrieb Caspar GbR, Heimertshausen, stammte.
Bei den abgekalbten Holsteinfärsen ließ ein breites Mittelfeld marktkonformer Jungkühe den Durchschnittspreis gegenüber dem Vormonat wieder ansteigen und pendelte sich am Ende bei 2.513 Euro ein. Wesentlich mit dazu beigetragen haben auch zwei sehr gute Betriebskollektionen, die von Dr. Carsten Steinhagen, Grifte, sowie von der Caspar GbR, Heimertshausen, angeboten wurden. Beide Kollektionen bestanden aus rund einem Dutzend frischlaktierender Jungkühe. Bei der besonders in den Eutern hervorstechenden Jungkuhgruppe von Dr. Carsten Steinhagen fielen viele gute Töchter der Qnectics-Bullen wie Beatclub, Secundus und Kougar auf. Mit Kougar als Vater im Pedigree und mit 3.300 Euro im Zuschlag konnte die Katalognummer 67 vom Betrieb Steinhagen als teuerstes weibliches Tier an diesem Tag den Ring verlassen. Dieses Tier wurde an einen niedersächsischen Kunden aus dem Weserbergland verkauft, der auch für je 3.250 Euro eine euterstarke Foreman-Tochter, ebenfalls von der Steinhagen GbR, sowie eine rahmige Beatclub-Tochter aus der oben genannten Verkaufskollektion von der Caspar GbR, Heimertshausen, mit ins Weserbergland nahm. Ebenfalls für 3.250 Euro wurde eine sehr junge, rotbunte Signori-P Tochter von der Schweinsberger/Dersch GbR aus Niederwald einem treuen Kunden aus dem Vogelsbergkreis zugeschlagen.
Auch wenn das hohe Preisniveau vom letzten Jahr nicht mehr an das derzeitige heranreicht, konnten doch sowohl Verkäufer als auch Käufer bei einer fairen Preisgestaltung und einem am Ende komplett geräumten Markt Alsfeld zufriedenstellend verlassen. Das stückzahlmäßig große Angebot an guten abgekalbten Färsen sowie ein angepasstes Preisniveau hatte schließlich auch den einen oder anderen Kunden noch kurzfristig zum Erwerb einiger zusätzlicher Färsen bewogen.
Die nächste Zuchtviehauktion in Alsfeld findet am Mittwoch, 25.03.2026 statt.
Preisspiegel der Zuchtviehauktion vom 25.02.2026
| Angebot | Verkauft | Spanne Euro | ∅ Euro | |
| DEUTSCHE HOLSTEINS | ||||
| Bullen | 6 | 6 | 2.000 - 3.750 | 2.625 |
| Färsen | 146 | 146 | 1.500 - 3.300 | 2.513 |
| FLECKVIEH | ||||
| Färsen | 5 | 5 | 2.100 - 2.600 | 2.310 |
| BRAUNVIEH | ||||
| Färsen | 3 | 3 | 2.450 - 2.650 | 2.533 |
| JERSEY | ||||
| Färsen | 1 | 1 | 2.200 | 2.200 |

Mit dem Kalenji-Sohn stellte der Zuchtbetrieb Caspar GbR, Heimertshausen, den Körsieger bei der Februarauktion

Diese junge Hopfen-Tochter von der Handke GbR, Leisenwald, konnte mit einem flach ansitzenden Euter und korrektem Exterieur überzeugen

Mit dem Kalenji-Sohn stellte der Zuchtbetrieb Caspar GbR, Heimertshausen, den Körsieger bei der Februarauktion

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